+385 95 582 0755
Mon - Fri 8:00 - 16:30

Multitasking-Mythos: Warum du mehr tust, aber weniger erreichst

Multitasking wird in der modernen Geschäftswelt oft als wünschenswerte Fähigkeit dargestellt. Die Idee, dass eine Person gleichzeitig E-Mails beantworten, an Meetings teilnehmen und an Aufgaben arbeiten kann, vermittelt den Eindruck hoher Effizienz und Produktivität.

Forschungen aus der kognitiven Psychologie und der Organisationspsychologie zeigen jedoch das Gegenteil: Multitasking erhöht die Produktivität nicht, sondern verringert sie.

In der Praxis ist das, was Menschen als Multitasking bezeichnen, tatsächlich ein schnelles Wechseln der Aufmerksamkeit zwischen Aufgaben. Dieser Prozess verursacht reale kognitive Kosten, die sich im Laufe des Tages ansammeln und zu einem Verlust an Fokus, mehr Fehlern und langsamerem Arbeiten führen.

Dieser Artikel erklärt, warum Multitasking ein Mythos ist, wie es das Gehirn und die Produktivität beeinflusst und welche Zeitmanagement-Methoden besseren Fokus und höhere Ergebnisse bei geringerem mentalem Aufwand ermöglichen.

Was Multitasking ist und warum es kein echtes Multitasking gibt

Multitasking wird definiert als das gleichzeitige Ausführen mehrerer Aufgaben. Der menschliche Gehirn hat jedoch nicht die Fähigkeit, komplexe kognitive Aktivitäten parallel zu verarbeiten.

Stattdessen nutzt das Gehirn einen Prozess, der als „Task Switching“ bekannt ist — das schnelle Wechseln zwischen Aufgaben.

Jedes Mal, wenn die Aufmerksamkeit von einer Aufgabe zur anderen wechselt, passiert Folgendes:

  • der mentale Kontext der vorherigen Aufgabe geht verloren
  • es wird Zeit benötigt, um den Fokus wiederherzustellen
  • die kognitive Belastung steigt
  • die Aufmerksamkeit wird fragmentiert

Auch wenn dieser Prozess unmerklich erscheint, können seine kumulativen Kosten während eines Arbeitstages sehr hoch sein.

Aus diesem Grund führt Multitasking nicht zu einer höheren Produktivität, sondern zu deren Aufteilung in kleinere, weniger effiziente Segmente.

Die Auswirkungen von Multitasking auf Leistung und kognitive Belastung

(1) Multitasking führte zu einer signifikanten Verringerung der Genauigkeit, einer signifikanten Erhöhung der Reaktionszeit sowie einer signifikanten Erhöhung der kognitiven Belastung; (2) Unterbrechungen bei Aufgaben erhöhten die Reaktionszeit und die kognitive Belastung signifikant, während sie die Genauigkeit der Aufgabenausführung nur bei Monotasking (Einzelaufgabenarbeit) verringerten; dieser Effekt war bei Multitasking nicht signifikant; (3) ein mittleres und hohes Maß an Resilienz hatte einen signifikanten Einfluss auf die Zunahme der kognitiven Belastung, die mit Aufgabenunterbrechungen während des Multitaskings verbunden war.

Quelle: Effects of multitasking and task interruptions on task performance and cognitive load: considering the moderating role of individual resilience (2024)

Wie Multitasking Fokus und kognitive Fähigkeiten beeinflusst

Wenn eine Person versucht, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, bleibt das Gehirn nicht in einem stabilen Zustand der Konzentration. Stattdessen wechselt es ständig zwischen verschiedenen Aufgaben, was zu einem sogenannten fragmentierten Fokus führt.

In einem solchen Zustand erreicht eine Person niemals tiefe Konzentration, sondern bleibt auf einer oberflächlichen Ebene der Aufmerksamkeit.

Die Folgen davon sind langsamere Entscheidungsfindung, eine höhere Anzahl an Fehlern und eine geringere Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen. Zudem steigt die mentale Ermüdung, da jede Unterbrechung und jede Rückkehr in den Fokus zusätzliche Energie erfordert.

Mit der Zeit erzeugt diese Arbeitsweise ein Gefühl ständiger Beschäftigung ohne echten Fortschritt.

Die Folgen von Multitasking für die Produktivität

Obwohl Multitasking den Eindruck erwecken kann, dass eine Person mehrere Dinge gleichzeitig erledigt, sind die tatsächlichen Ergebnisse oft das Gegenteil.

Eines der größten Probleme ist die Verringerung der Arbeitsqualität. Wenn die Aufmerksamkeit nicht vollständig auf eine Aufgabe gerichtet ist, steigt die Anzahl der Fehler und die Genauigkeit nimmt ab.

Ein weiteres Problem ist die verlängerte Zeit zur Erledigung von Aufgaben. Jeder Wechsel zwischen Tätigkeiten erfordert zusätzliche Zeit, um den Fokus wiederherzustellen, was den gesamten Arbeitsprozess verlangsamt.

Das dritte Problem ist mentale Ermüdung. Das Gehirn verbraucht mehr Energie, wenn es ständig den Fokus wechselt, als wenn es kontinuierlich an einer Aufgabe arbeitet.

Das vierte Problem ist die sogenannte „Illusion der Produktivität“, bei der eine Person das Gefühl hat, sehr beschäftigt zu sein, während der tatsächliche Output geringer ist als wahrgenommen.

Was die Wissenschaft über Multitasking sagt

Forschung im Bereich der kognitiven Psychologie zeigt eindeutig, dass Multitasking die Arbeitsleistung negativ beeinflusst.

Studien, die von der American Psychological Association veröffentlicht wurden, zeigen, dass häufige Aufgabenwechsel die Zeit erhöhen, die zur Erledigung von Aufgaben benötigt wird, und die Genauigkeit verringern.

Ähnliche Schlussfolgerungen werden in Analysen des Harvard Business Review gezogen, in denen betont wird, dass Multitasking keine echte parallele Verarbeitung ist, sondern ein Prozess mit sogenannten „cognitive switching costs“ — also Kosten des Aufmerksamkeitswechsels.

Diese Kosten sind zwar bei jeder einzelnen Unterbrechung gering, haben jedoch im Laufe des Tages einen erheblichen kumulativen Effekt auf die Produktivität.

Die Pomodoro-Technik für Produktivität und Fokus

Die Pomodoro-Technik (PT) ist eine Zeitmanagement-Methode, die die Arbeit in fokussierte Intervalle unterteilt, die durch kurze Pausen getrennt sind. Ihr Ziel ist es, die Produktivität zu steigern und mentale Ermüdung zu reduzieren. Obwohl die Pomodoro-Technik positive Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen gezeigt hat, ist ihre Anwendung in der anatomischen Ausbildung, die ein hohes Maß an kognitivem Aufwand erfordert, noch nicht ausreichend erforscht.

Quelle: Assessing the efficacy of the Pomodoro technique in enhancing anatomy lesson retention during study sessions: a scoping review, E. Ogut (2025)

Warum Menschen weiterhin Multitasking nutzen

Trotz der Belege ist Multitasking in der modernen Arbeitswelt nach wie vor sehr verbreitet.

Ein Hauptgrund ist die digitale Umgebung, die ständig Unterbrechungen erzeugt. Benachrichtigungen, E-Mails und Nachrichten vermitteln ein Gefühl von Dringlichkeit, obwohl die meisten davon keine sofortige Reaktion erfordern.

Ein weiterer Grund ist die gesellschaftliche Wahrnehmung von Produktivität. Viele Menschen glauben, dass beschäftigt zu sein gleichbedeutend mit produktiv zu sein ist, obwohl dies in der Praxis nicht stimmt.

Ein dritter Grund ist der Mangel an Arbeitsstruktur. Ohne einen klaren Tagesplan wechseln Menschen natürlich von einer Aufgabe zur nächsten, ohne Priorisierung.

Wie man Zeit ohne Multitasking managt

Ein effektiverer Ansatz als Multitasking ist die Organisation der Arbeit in klar definierte Fokusblöcke.

Eine der bekanntesten Methoden ist die Pomodoro-Technik, die Arbeit in kurze Intervalle fokussierter Arbeit mit Pausen unterteilt. Dieser Ansatz hilft dem Gehirn, die Konzentration aufrechtzuerhalten und mentale Ermüdung zu reduzieren.

Eine weitere Methode ist Time Blocking, bei dem der gesamte Tag im Voraus in Zeitblöcke strukturiert wird, die bestimmten Arten von Aufgaben gewidmet sind. Dadurch entfällt die ständige Entscheidung, was als Nächstes zu tun ist.

Eine dritte Methode ist die Eisenhower-Matrix, die hilft, wichtige und dringende Aufgaben zu unterscheiden. Auf diese Weise wird die Zeit reduziert, die für weniger wichtige Aktivitäten aufgewendet wird.

Die Kombination dieser Methoden ermöglicht einen stabileren Fokus und einen vorhersehbareren Arbeitstag.

Wie man Ablenkungen bei digitaler Arbeit reduziert

Eines der größten Probleme der modernen Arbeit sind ständige digitale Ablenkungen.

Um ihren Einfluss zu reduzieren, ist es wichtig, klare Arbeitsregeln einzuführen. Dazu gehört das Ausschalten unnötiger Benachrichtigungen, das Festlegen fester Zeiten zum Überprüfen von E-Mails und die Nutzung von Fokus-Tools.

Ebenso wichtig ist es, die Arbeitsumgebung physisch vom privaten Raum zu trennen. Das Gehirn reagiert stark auf Kontext, sodass eine Veränderung der Umgebung die Konzentration erheblich verbessern kann.

Warum die Umgebung eine Schlüsselrolle für den Fokus spielt

Die Umgebung, in der wir arbeiten, hat einen direkten Einfluss auf unsere Fähigkeit zur Konzentration.

In einem unorganisierten und unklar definierten Raum zerstreut sich die Aufmerksamkeit leichter, was den Bedarf an Multitasking erhöht.

In einer strukturierten Arbeitsumgebung gelangt das Gehirn leichter in einen Zustand des Fokus, da es klare Signale erhält, dass es Zeit zum Arbeiten ist.

Wie Coworking Multitasking reduziert

Coworking-Spaces helfen dabei, Multitasking zu reduzieren, da sie eine Umgebung schaffen, die Konzentration auf natürliche Weise fördert.

Wenn sich eine Person in einem professionellen Raum befindet, verringert sich die Anzahl der Ablenkungen und das Gefühl von Arbeitsstruktur nimmt zu. Außerdem wirkt sich die Anwesenheit anderer fokussierter Menschen positiv auf die eigene Produktivität aus.

Wie Cowork Zagreb zu besserem Fokus beiträgt

Cowork Zagreb bietet eine Arbeitsumgebung, die auf Produktivität optimiert ist.

Statt in chaotischen häuslichen Bedingungen zu arbeiten, erhalten Nutzer einen strukturierten Raum, der Ablenkungen reduziert und den Fokus erhöht.

Diese Umgebung hilft dabei, Routinen zu entwickeln und eine bessere Trennung zwischen Berufs- und Privatleben zu schaffen, was langfristig den Bedarf an Multitasking reduziert.

Alternative to Multitasking: Deep Work

Deep work is a concept based on long periods of uninterrupted focus.

Instead of switching between tasks, attention is maintained on a single activity until it is completed.

Advantages include:

  • faster solving of complex problems
  • higher quality of work
  • reduced mental fatigue
  • greater sense of accomplishment

Deep work represents the opposite of multitasking and is one of the most effective approaches to modern productivity.

Conclusion: Multitasking Is an Illusion of Efficiency

Multitasking is often considered a useful skill, but in reality it reduces focus, increases the number of errors, and slows down work.

True productivity does not come from the number of tasks we perform at the same time, but from the ability to focus on one task and complete it well.

In the digital era, the greatest advantage is not doing more things at once, but knowing how to do fewer things — with greater focus and better results.

Kontaktieren Sie uns

Möchten Sie mehr über unseren Coworking-Space und unsere Arbeitsweise erfahren? Senden Sie uns eine Anfrage – wir sind hier, um Ihnen zu helfen!

Google reCaptcha: Ungültiger Website-Schlüssel.